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Zugang zur Bildung

Mädchengerechte Grundschule: Was eine Schule für Mädchen ausmacht

Veröffentlicht am · Joachim Schuster Stiftung

Lächelndes Mädchen in buntem Kleid sitzt mit einem Bleistift am Schultisch

Eine mädchengerechte Grundschule ist so geplant und geführt, dass Mädchen sie sicher und regelmäßig besuchen können. Dazu gehören meist getrennte, abschließbare Toiletten, ein geschütztes Umfeld und ein Schulalltag, der Familien überzeugt, ihre Töchter zur Schule zu schicken. Eine solche Schule entsteht als Projekt der Joachim Schuster Stiftung in Dalsan, Somalia.

Warum Mädchen häufiger keine Schule besuchen

In vielen Regionen der Welt gehen Mädchen seltener und kürzer zur Schule als Jungen. Die Gründe sind oft praktischer Natur: weite oder unsichere Schulwege, fehlende Toiletten, Mithilfe im Haushalt, frühe Heirat oder Schwangerschaft. Familien, die als Nomaden mit ihren Herden umherziehen, haben zusätzlich Schwierigkeiten, einen regelmäßigen Schulbesuch zu organisieren.

Dabei wirkt Bildung für Mädchen weit über die Schulzeit hinaus: Wer lesen, schreiben und rechnen kann, hat mehr Möglichkeiten, einen Beruf zu ergreifen, die eigene Gesundheit und die der Familie zu schützen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Was eine Schule mädchengerecht macht

Was genau eine Schule mädchengerecht macht, hängt vom Ort ab. Häufig gehören dazu:

  • Sanitäre Anlagen: getrennte, abschließbare Toiletten mit Wasser, damit Mädchen auch während der Menstruation in die Schule kommen können.
  • Sicherheit: ein geschütztes Schulgelände und, wo nötig, eine Unterkunft für Kinder mit weitem Schulweg.
  • Vertrauen der Familien: ein Schulalltag, in dem Eltern ihre Töchter gut aufgehoben wissen.
  • Perspektive: ein Unterricht, der den Weg zu weiterführender Bildung offenhält.

Das Projekt in Dalsan, Somalia

In Dalsan wird eine mädchengerechte Grundschule gebaut (Stand der Projektbeschreibung: 2025, im Bau). Das Ziel ist, benachteiligten Nomadenkindern – vor allem Mädchen – einen Schulbesuch und die Teilnahme an der Gesellschaft möglich zu machen und ihnen so die Chance zu geben, später eine Hochschule (University/College) zu besuchen. Der Anteil der Mädchen an dieser Schule soll bis 2025 mindestens 50 % erreichen.

Mehr zum Projekt und eine Visualisierung des Gebäudes finden Sie auf der Seite Schulprojekt Somalia / Dalsan.

Bildung auch für junge Mütter

Wie wichtig Bildung für Mädchen und junge Frauen ist, zeigt auch die Arbeit von Africachild e.V., einem der Partner, die die Stiftung vorstellt. Seit 2011 unterstützt Africachild unfreiwillig schwanger gewordene junge Frauen, die selbst oft noch Kinder sind. Sie werden in das Africachild Village in Kenia (Region Kwale) aufgenommen, erhalten ein liebevolles Zuhause inklusive medizinischer Versorgung und können eine Schul- und Berufsausbildung machen. Mehr dazu lesen Sie bei den Partnern der Stiftung.

So helfen Sie mit

Bildung für Mädchen ist Teil des Förderschwerpunkts „Zugang zur Bildung“. Sie unterstützen die Schulprojekte mit einer Überweisung auf das Spendenkonto bei der Sparkasse KölnBonn: IBAN DE49 3705 0198 1936 7324 76, BIC COLSDE33XXX. Vielen Dank!

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